Zwölf Tote bei Terrorangriff auf Pariser Blatt "Charlie Hebdo"
Zwei maskierte und schwer bewaffnete Männer hätten die Redaktion der Satirezeitung überfallen, teilten die Ermittlungsbehörden in der französischen Hauptstadt mit. Unter den Todesopfern seien vier Zeichner des Blattes und zwei Polizeibeamte. Zehn Personen hätten Verletzungen erlitten.
Präsident Hollande am Tatort
Frankreichs Präsident Francois Hollande eilte zum Tatort und berief eine Krisensitzung de Kabinetts ein. In einer ersten Reaktion nannte Hollande den Anschlag eine Barbarei und kündigte Härte gegen die Täter an. Für den Großraum Paris rief die Regierung sofort die höchste Sicherheitsstufe aus. Der Anti-Terror-Plan sei auf die Stufe "Anschlagsalarm" angehoben worden, hieß es aus dem Büro von Premierminister Manuel Valls.
Bundeskanzlerin Angela Merkel schrieb in einem Telegramm an Hollande, die abscheuliche Tat sei nicht nur ein Angriff auf die Franzosen und die innere Sicherheit Frankreichs. "Sie stellt auch einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit dar, ein Kernelement unserer
freiheitlich-demokratischen Kultur, der durch nichts zu rechtfertigen ist", schrieb sie. Auch der britische Premierminister David Cameron sprach von einer abscheulichen Tat.
Das Bundesinnenministerium teilte mit, es bleibe bei der abstrakt hohen Gefährdungslage durch islamistischen Terror in Deutschland. Hinweise über eine konkrete Gefahr in Deutschland lägen nicht vor. Für eine Entscheidung über zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen sei es noch zu früh.