Terror in Paris: Iranische Gemeinde verurteilt das Massaker aufs Schärfste und ruft zur Solidarität auf
Die Deutschlandvertretung des Nationalen Widerstandsrates Iran und die Exiliranischen Gemeinden in Deutschland sind entsetzt über die völlig enthemmte Grausamkeit hoch professionell durchgeführter Morde durch fundamentalistisch-islamistische Täter in Paris. Wir verurteilen das Massaker an der Redaktion von der Satirezeitschrift Charlie Hebdo, den Polizisten und unbeteiligten Zivilisten sowie die Morde an den unschuldigen Geiseln als menschenfeindlich und außerhalb jeder zivilisierten Ordnung stehend.
Unser Mitgefühl gehört allen Opfern und ihren Angehörigen. Sie haben den Preis der Freiheit und Demokratie, die Wahrung der Menschenrechte mit Ihrem Leben oder Gesundheit bezahlt. Dafür müssen wir ihnen danken und aufstehen und unsere Solidarität bekunden. Darüber hinaus müssen wir erkennen, dass die Freiheit und Demokratie, auch die Allgemeinen Menschenrechte immer wieder erkämpft und verteidigt werden müssen.
Die islamistische Diktatur kennt keine Presse- und Meinungsfreiheit, missachtet die elementaren Menschenrechte und ist deshalb, wie jeder religiöser oder politischer Fundamentalismus eine Gefahr für den Weltfrieden. Das lehren uns die Geschichte und die Massaker der letzten Tage in Paris.
Iranische Opposition: Terroristische Verbrechen widersprechen krass den Lehren des Islam
Oppositionsführerin Maryam Rajavi verurteilte entschieden den grausamen terroristischen Überfall auf das Büro der Zeitschrift Charlie Hebdo. Sie sprach den Angehörigen der Opfer dieser Tragödie sowie dem Volk und der Regierung Frankreichs ihr Mitgefühl aus. „In diesem schwierigen Augenblick stehen das iranische Volk und sein Widerstand an der Seite des französischen Volkes und der betrübten Familien der Opfer dieses abscheulichen Verbrechens."
Frau Rajavi fügte hinzu, Überfälle auf unschuldige Zivilpersonen, besonders Journalisten seien, unter welchem Vorwand sie auch immer begangen werden mögen, terroristische Verbrechen und widersprächen krass den Lehren des Islam, der solche Schandtaten in keiner Weise billige.
Frau Rajavi bezeichnete die Ausführungen Präsident Hollandes, die terroristischen Verbrechen hätten keinen Bezug zum Islam, als Ermutigung für alle Muslime und die Nationen der Region wie den Iran, den Irak, Syrien und den Jemen – die Hauptopfer und wichtigsten Feinde des islamischen Fundamentalismus.
Seit drei Jahrzehnten erklärt der iranische Widerstand, das Epizentrum des Fundamentalismus, der Verbreitung des Terrorismus und des Rückschritts sei das religiöse Kalifat, das in Teheran herrsche – der geistige Pate von ISIS und in der ganzen Welt, was Hinrichtungen, Terrorismus und Barbarei betreffe, gegenwärtig führend.
Reaktionen der Teheraner Machthaber
Als Reaktion auf das Massaker in Paris schrieb die staatliche Nachrichtenagentur der Mullahs "Tasnim" folgendes:
Der Angriff in Paris ist die Folge dessen, dass Frankreich in Syrien mit dem Feuer spielt
Nachdem die Franzosen vier Jahre lang die bewaffneten Gruppen von Abtrünnigen in Syrien, die Bashar Assad stürzen wollen, ständig unterstützt haben, ist eingetreten, was französische Sicherheitsbeamte vorausgesagt hatten. Es zeigte sich in dem Anschlag auf das Büro der Wochenzeitung Charlie Hebdo.
Spiel mit dem Feuer
Der Anschlag erfolgte, da Frankreich vom Anfang des Krieges in Syrien an mit dem Feuer spielte und zum Schutzschild der Länder wurde, die bewaffnete Gruppen in Syrien unterstützten. Frankreich legte mehrere Entwürfe zu Resolutionen vor, in denen ein militärischer Angriff auf Syrien ähnlich den Angriffen auf Libyen gefordert wurde, aber Russland und China, zwei große Verbündete Syriens, legten immer ihr Veto ein, um die französischen Einmischungsversuche zu vereiteln.
Seit Anfang der Syrienkrise und dem Einmarsch französischer Kämpfer durch die Türkei nach Syrien haben die französischen Sicherheits- und Militärexperten vor der Politik der Unterstützung von Terroristen, die das syrische Regime stürzen wollten, gewarnt.
Zu jener Zeit verbreiteten die französischen Zeitungen Berichte über die Gefahren, die mit der Bildung eines Bündnisses mit Katar gegeben seien. Außerdem erschienen mehrere Bücher über die Rolle Katars bei der Unterstützung des Terrors Abtrünniger. Diese Bücher legten dar, wie die führenden Persönlichkeiten und Emire von Doha die französischen Politiker und die Elite des Landes gekauft und versucht hätten, Frankreich zur Unterstützung des Krieges gegen Syrien, der zu Assads Sturz führen sollte, zu verlocken.
Etwa 800 Franzosen gingen, wie mitgeteilt wurde, nach Syrien und die meisten von ihnen gehörten zu den Gruppen Abtrünniger, die über ganz Frankreich verbreitet und den Sicherheitsbehörden wohlbekannt sind. Sie wussten, dass diese Leute die Unterstützung französischer Dienstträger genossen und sie gründeten Gesellschaften, die im Namen und unter dem Schutz dieser Beamten Aktionen durchführten. Sie investierten in Restaurants und Kommunikationsorganen und so wurden ihre Tätigkeiten mit Wissen und Billigung der französischen Beamten durchgeführt.
In großen und vielbesuchten Teilen Frankreichs sieht man tausende Mitglieder dieser Gruppen in afghanischer Kleidung.Die französischen Sicherheitsbehörden sehen diesen Zustand als Folge dessen an, dass Katar der französischen Elite auf mehreren Ebenen Geld hat zukommen lassen.
Beginn von Terroraktionen auf französischem Boden
So sehen wir unter den gegebenen Umständen, dass Frankreich sich auf eine Periode von Terroroperationen zubewegt, die von dem Anschlag auf die Wochenzeitung Charlie Hebdo eingeleitet wurde.
Dieser Anschlag geschah zu einer Zeit, als die Haltung Frankreichs zur Frage der Anerkennung der palästinensischen Regierung [sic] im Sicherheitsrat Stirnrunzeln hervorruft.
Dennoch ist der Anschlag, bei dem zwölf Menschen getötet und vierzig verwundet wurden, die Folge zahlloser schlecht durchdachter Interventionen Frankreichs in die syrischen Vorgänge. Den französischen Sicherheitsbehörden muss völlig klar sein, dass zur Wahrung der Sicherheit in verschiedenen Städten ein Kurswechsel Frankreichs gegenüber Syrien notwendig ist.
In einer Rede von Ahmad Khatami, Mitglied des Expertenrates des Regimes und enger Vertrauter von Ali Khamenei relativiert den Anschlag in dem er die Schuld bei den Opfern sucht: (Auszüge)
Der Terroranschlag in Paris: Wer Wind sät, wird Sturm ernten
Wir verurteilen scharf den Terroranschlag in Paris und glauben, dass der Islam nicht erlaubt, Unschuldige zu töten, ob sie in Paris, Syrien, im Irak, in Jemen, Pakistan oder Afghanistan leben. Die Frage ist: Wer ist für den Mord an all diesen Unschuldigen in diesen Ländern verantwortlich? Wer liefert die Waffen? US-Dollar? Britische Pfund? Euros der Europäischen Union? Ihr habt diese Untiere und Schlangen in euren Ärmeln gezüchtet. Wer Wind sät, wird Wirbelwind ernten.
Ihr habt diese Terroristen aufgepäppelt. Diese Terroristen sind mit eurer politischen Unterstützung und der eurer Verbündeten aufgepäppelt worden.
Die Lösung ist: Ihr müsst eure bösen Taten unterlassen. Jetzt habt ihr den Terror gekostet, jetzt wisst ihr, dass der Weg, den ihr seit zehn Jahren geht, indem ihr die Terroristen stützt, ein Irrweg ist. Gebt ihn auf.